AUSSCHREIBUNGSTEXT FUGENSONDIERUNG

Vorbemerkungen

Die ungebundenen Pflasterdecken sind wie folgt herzustellen:
Verlegen der Pflastersteine auf abgezogene und vorverdichtete Bettung mit vorgeschriebenen Fugenbreiten; Durchführung der Verfugung und Verdichtung wie folgt:
1. Einschlämmen des Fugenmaterials und warten, bis das Wasser abgezogen ist, anschließende Verdichtung mittels kleiner Rüttelplatte mit einem Betriebsgewicht von ca. 120 kg.
2. Wässern der Flächen bis Wasser bis zur OK Fuge steht. Verdichtungsvorgang, nachdem das Wasser in der Fuge abgezogen ist, mit der kleinen Rüttelplatte. Wässern der Flächen bis Wasser bis zur OK Fuge steht, und Durchführung Verdichtungsvorgang, nachdem Wasser in der Fuge abgezogen ist, mittels Rüttelplatte mit einem Betriebsgewicht von ca. 300 kg.
3. Wässern der Flächen bis Wasser bis zur OK Fuge steht. Verdichtungsvorgang, nachdem Wasser in der Fuge abgezogen ist und Durchführung Verdichtungsvorgang mittels Rüttelplatte mit einem Betriebsgewicht von ca. 500 kg.

Es ist darauf zu achten, dass keine Verdichtungsvorgänge vorgenommen werden, wenn Wasser in den Fugen steht. Bei der Verdichtung dürfen keine Steinverschiebungen auftreten. Die Verdichtungsvorgänge dürfen keine Beschädigungen und Verfärbungen an den Pflastersteinen verursachen; entsprechende Maßnahmen sind zu ergreifen. Arbeitsschritte der Ziffern 1 bis 3 sind solange durchzuführen, bis sich das Fugenmaterial der 1. Fugenfüllung vollständig in der Fuge befindet und nahezu keine Steinbewegungen bzw. geringfügige nach Überfahren (Inbetriebnahme) vorhanden sind. Erfahrungsgemäß ist dies nach der Verdichtung Ziffer 3 gegeben.

Die Qualität der ungebundenen Fugenfüllung der hergestellten ungebundenen Pflasterdecke bzw. des ungebundenen Plattenbelages ist im Rahmen einer Prüfung nachzuweisen. Dafür wird die FUGENSONDE® eingesetzt, die mit einem Fallgewicht von 300 g mit einer Fallhöhe von 30 cm in die Fugen eingetrieben wird. Die Eindringtiefe darf ab 2 cm (in Ausnahmefällen 3 cm - einschließlich 1. Wert der Fugensondierung), unterhalb der Oberfläche je Schlag der Fugensonde max. i.M. 4 mm in die Fugen eindringen, wobei kein Einzelwert > 8 mm sein darf. Je 1.000 m² hergestellte Fläche sind 20 Fugensondierungen durchzuführen.

Die notwendigen mehrfachen Verdichtungsvorgänge bei Verwendung verschiedener Rüttelplatten, auch unter Einsatz von Wasser, zur Erreichung der notwendigen Fugenstabilität sind durchzuführen und in die jeweiligen Leistungspositionen einzukalkulieren.

Position:

Bei der Fugensondierung handelt es sich um ein Prüfverfahren zur Ermittlung der Lagerungsdichte der Fugenfüllung von Pflasterflächen.
Die Angebotsposition beinhaltet die Fugensondierung an der Baustelle bis 1000 m².
Hierzu werden 20 Messungen mittels Fugensonde durch PflasterControl GmbH durchgeführt.
Die Werte werden elektronisch erfasst, ausgewertet und als PDF Dokument zur Verfügung gestellt, einschließlich gutachterlicher Beurteilung zum Prüfbericht.
Ein Prüfbericht mit Korngrößenverteilung und Fließkoeffizient des Fugenmaterials muss seitens des Auftraggebers vorab gestellt werden.

Bitte beachten Sie:
Die Fugensondierung wird nur in 1000 m² Schritten angeboten.
Beispiel: Menge 1300m² = 2 Stück Fugensondierung
Beispiel: Menge 400m² = 1 Stück Fugensondierung

Sollten die Sondierungen teilweise oder komplett unzureichende Messwerte aufweisen, muss neu komplett sondiert werden. Hierzu wird die entsprechende Position nochmals berechnet.

Ausschreibungstext als Download im PDF-Format.

Gesamtprospekt als Download im PDF-Format.